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ÜK 17 / Komp. A1

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Tagesablauf:

08:00 Uhr Start ÜK Tag
08:01 Uhr   Begrüssung & Kurze Meldung von Allen (Kamera & Mikro-Check)
08:15 Uhr   Begriffserklärung Supervision / Intervision
08:45 Uhr  Sammeln von "Problemsituationen für die Übungen" / Regeln

09:05 Uhr  Thomann-Modell / Einführung und Beispiel
09:35 Uhr  Übung in 2er Teams Thoma-Modell (je ca. 15 Minuten)

09:50 - 10:20 Uhr   Pause / Weg vom Bildschirm!!!

10:20 Uhr  Übung in 2er Teams Thoma-Modell (je ca. 15 Minuten)
10:35 Uhr Auswertung und kurzer Blick auf die Zeichnungen / Was hat sich verändert?
11:05 Uhr   Einführung in die Kollegiale Fallberatung
11:30 Uhr   Gemeinsame Fallbesprechung als Beispiel (Moderation übernimmt die Kursleitung)

12:00 - 13:15 Uhr   Mittags Pause / Blick in die Natur

13:15 Uhr    Auffrischung-Video Fallberatung
13:25 Uhr  Gruppen und Themenverteilung
13:35 Uhr   Übung Fallberatung in Gruppen 1 (45')

14:20 Uhr  Auswertung der ersten Runde
14:35 Uhr   Pacemaker - Ein Modell aus der Schule
14:40 Uhr   Diskussion in der Gruppe - Vergleich der Modelle
14:50 Uhr  Austausch Pacemaker - Kollegiale Beratung

15:00 - 15:20 Uhr   Nachmittags Pause / Stromausfall

15:20 Uhr  Gruppen und Themenverteilung
15:25 Uhr   Übung Fallberatung in Gruppen 2 (45')

16:10 Uhr   Auswertung der zweiten Runde
16:30 Uhr   Kahoot Quiz

 

Grün = Gemeinsames Treffen  / Rot = Verlinkung im Dokument / Orange = Übungen / Rosa = Pausen

A.1 / Als Berufsperson und als Teil des Teams handeln

1. Supervision & Intervision

„Jedes Sehen ist perspektivisches Sehen.“

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900)

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Unterschied Supervision / Intervision

Begriff Wer Beschreibung
Supervision Externe Fachperson wird ins Team geholt •       Neutral, da nicht involviert

•       Kenntnisse des Berufsfelds

•       Schweigepflicht unterstellt

•       Leitet, aber bestimmt nicht

•       Gemeinsamer kreativer Prozess

Intervision Kollegiale Beratung •       Gemeinsam statt einsam

•       Verschiedene Sichtweisen geben neue Ideen (Mehrperspektivität)

•       Ideenwerkstatt

•       Lösungen erfolgen aus dem Team heraus

Ziele der Intervision / Supervision:

  • Individuelle und kollektive Lernprozesse
  • Steigerung und Erhalt der Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung des Rollenbewusstseins
  • Sicherung oder Heben der Standards
  • Gutes Arbeits- und Teamklima

2. Thomann-Modell

Anleitung Thomann-Modell

thomannmodell

Praxisbeispiel

Thomann Modell 2 2

AUFGABE «Thomann-Modell - Partnerübung»

1. Bildet 2er Gruppen. (Jede Person hat 15' Zeitbudget)
2. Danach trefft ihr Euch auch Teams und beschreibt einen Fall aus der Praxis / Leben
3. Verwendet dazu das Thomann-Modell. Zeichnen Sie auf ein Blattpapier das Modell auf und protokollieren Sie entsprechend.
4. Sobald die erste Person den Fall beschrieben hat, wechselt Ihr die Rollen.

Die gemeinsame Auswertung erfolgt um 10.35 Uhr auf TEAMS (Pause dazwischen)

Wenn Ihr Fragen habt oder nicht weiter kommt, kontaktiert die Kursleitung.
Viele tolle Erkenntnisse...

3. Kollegiale Fallberatung

Einführungsvideo

Anleitung zur Moderation einer Kollegialen Beratung

Einsatz der Methode

Kollegiale Beratung ist ein hoch strukturiertes Verfahren, das hilft, Lösungen in selbstangeleiteten Gruppen zu finden, deren Teilnehmer aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Hierarchiestufen kommen. Die Beratung eignet sich für alle Themen, zu denen unterschiedliche Erfahrungshintergründe in der Gruppe vorhanden sind. Alle Mitwirkenden können Anregungen und Handlungsmöglichkeiten für ähnlich gelagerte Probleme erhalten. Die Dauer einer Kollegialen Beratungsgrunde beträgt ca. 30 bis max. 45 Minuten.

Die kollegiale Beratung bietet besondere Vorteile:

  • Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligen sich aktiv.
  • Die kollegiale Beratung ist lösungs- und handlungsorientiert.
  • Sie bietet die Möglichkeit zur Selbststeuerung ohne externe Moderation.
  • Es gibt eine klare Aufgaben- und Rollenverteilung.
  • Die Beratung erfolgt nach einem festen Ablauf mit einer aufeinander aufbauenden Schrittfolge.
  • Die Vorgehensweise der kollegialen Beratung ist transparent.

Rollen während der Kollegialen Beratungsgrunde

  • Fallgeber: Eine Person aus der Gruppe bringt ein Problem oder eine Situation (einen Fall) ein, zu der sie sich Unterstützung von der Gruppe wünscht.
  • Moderator: Eine Person aus der Gruppe moderiert. Sie achtet darauf, dass die Schritte eingehalten werden.
  • Berater: Die anderen Gruppenmitglieder beraten den Fallgeber in Bezug auf den eingebrachten Fall.
  • Protokollant: Der Protokollant (eine Person aus der Beratergruppe) hält in Stichworten die Ergebnisse der Beratung fest.
  • Zeitnehmer: Der Zeitnehmer achtet auf die Dauer der einzelnen Phasen und gibt rechtzeitig Hinweise, wenn ein Wechsel von einer Phase zur nächsten ansteht.

Regeln für die Kollegiale Beratung

  • Die Moderation wird von allen in der Gruppe anerkannt.
  • Der Fallgeber steht mit seinem Fall im Mittelpunkt (nicht die Erfahrungen der Berater).
  • Die Vertraulichkeit der besprochenen Themen ist gewährleistet.
  • Wertschätzung: Die BeraterInnen zeigen sich wertschätzend gegenüber der Fallgeberin/dem Fallgeber und gegenüber den anderen BeraterInnen.
  • Vielfalt: Es geht darum, der Fallgeberin/dem Fallgeber möglichst unterschiedliche Perspektiven anzubieten. Die BeraterInnen achten darauf, dass ihre Beiträge Abwechslung erhalten.
  • Prägnanz: So kurz wie möglich – so lange wie nötig. Ein Gedanke pro formuliertem Beitrag reicht aus.

Phasen der Kollegialen Beratung

Phase Dauer Was passiert? Was ist das Ergebnis? Wer trägt was dazu bei?
1. Casting

 

2 min.

 

Die Rollen werden besetzt: Moderator, Fallgeber, BeraterInnen, Protokollant. Fallgeber und Moderator nehmen ihre Rollen ein.

 

Der Moderator wird gesucht, Teilnehmer benennen ihr Thema kurz, ein Fallgeber wird ausgewählt.

 

2. Spontan-Erzählung

 

5 min.

Der Fallgeber gibt Informationen zu seinem Thema.

 

Alle Teilnehmer haben den Fall in groben Zügen verstanden.

 

Der Fallgeber berichtet und wird dabei vom Moderator begleitet. Die Berater hören nur zu und dürfen im Anschluss pro Person eine Rückfrage (zu Inhalt und Verständnis) stellen.

 

3. Schlüssel-Frage

 

2 min.

 

Eine Schlüsselfrage wird gesucht.

 

Alle Teilnehmer haben die Schlüsselfrage des Fallgebers verstanden. Der Fallgeber formuliert eine Schlüsselfrage und wird dabei vom Moderator unterstützt. Die Berater hören nur zu.

 

(Optional: Schlüssel-Frage)

 

5 min.

 

Die Schlüsselfrage wird präzisiert.

 

Falls die Schlüsselfrage nicht verstanden wurde oder als nicht die „richtige“ gesehen wird, kann eine Problemanalyse eingebaut werden.

 

Der Moderator unterstützt mit einer Problemanalyse (bspw. Mind-Map); was für Probleme haben wir gehört? Der Fallgeber kann dann die Schlüsselfrage nochmals neu formulieren.
4. Methodenwahl

 

3 min.

 

Eine Beratungsmethode wird aus dem Pool (s.u.) gewählt.

 

Die Methode zur Bearbeitung der Schlüsselfrage steht fest.

 

Der Moderator leitet die Auswahl einer Methode an, der Fallgeber und die übrigen Teilnehmer machen Vorschläge.

 

5. Beratung

 

15-20 min.

 

Die Berater geben ihre Ideen und Vorschläge im Stil des ausgewählten Beratungsmoduls. Der Fallgeber hat Ideen und Anregungen gemäß der Methode erhalten. Die Berater formulieren ihre Beiträge passend zur Methode, der Moderator achtet auf ausgeglichene Redebeiträge aller Berater, ein Protokollant notiert die Beiträge mit.

 

6. Abschluss

 

5 min.

 

Der Fallgeber resümiert die Beiträge der Berater. Die Kollegiale Beratung ist abgeschlossen.

 

Der Fallgeber berichtet, welche Anregungen für ihn wertvoll waren.

Methoden für Phase: Beratung

Methode Ziel Leitfrage Technik
Brainstorming / Ideen sammeln Lösungsideen für den Fallgeber sammeln Was könnte man in einer solchen Situation alles tun? - Jede Idee ist erlaubt - Andere Ideen können aufgegriffen und weiterentwickelt werden - Keine Kritik oder Killerphrasen - Quantität vor Qualität
Kopfstand-Brainstorming Ideen in die Gegenrichtung der Schlüsselfrage produzieren Wie könnte der Fallgeber die Situation verschlimmern? Beispiel: Statt zur Schlüsselfrage "Wie kann ich Mitarbeiter Schulze dazu bewegen, gezielter an seinen Aufgaben zu arbeiten?" wird eine Ideensammlung zur Schlüsselfrage durchgeführt: "Wie kann ich Mitarbeiter Schulze darin unterstützen, sich noch weniger seinen eigentlichen Aufgaben zu widmen?"
Gute Ratschläge Empfehlungen für den weiteren Lösungsweg zusammentragen Welche Ratschläge habe ich für den Fallgeber? Bei dieser Methode geht es ausdrücklich darum, dem Fallerzähler sowohl ernstgemeinte als auch wilde Ratschläge zu erteilen.
Kurzkommentare / Resonanzrunde Stellungnahmen zum Geschehen abgeben Was ist mir an dem Inhalt oder der Art der Fallerzählung aufgefallen? In der Resonanzrunde äußern die BeraterInnen, was sie selber empfunden haben und was in ihnen gedanklich vorging, als sie dem Spontanbericht des Fallerzählers zuhörten. Es geht hier nicht um eine Ideensammlung oder Ratschläge an den Fallerzähler, sondern nur um Gefühle und Gedanken als Reaktion oder Resonanz auf den Spontanbericht.
Actstorming Verschiedene Verhaltens- oder Formulierungs-vorschläge werden in wörtlicher Rede gegeben Wie würde ich als Berater/in in der Situation des Fallgebers formulieren? Es wird ein kleines Szenario aufgebaut, das dem eines Rollenspiels ähnelt: ein Stuhl für die Ideenproduktion und ein weiterer Stuhl gegenüber für die Person, der etwas mitgeteilt werden soll. Der letztere Stuhl bleibt allerdings leer, er dient nur als Orientierungspunkt für die Ansprache der Ideengeber. Nacheinander setzen sich die Ideengeber auf den Stuhl des Protagonisten und nennen ihre Formulierungsvorschläge in Wortwahl und Tonfall, so dass der Fallerzähler sich die Beispiele anhören kann.

Auffrischungs-Video

AUFGABE «Fallberatung in Gruppen»

1. Bildet Gruppen. (45' Zeitbudget)
2. Danach trefft ihr Euch auch Teams und bearbeitet einen Fall mit der Kollegialen Fallberatung
3. Achtet auf die Zeit, Rollenverteilung und den Ablauf

Die gemeinsame Auswertung erfolgt um 14.20 Uhr auf TEAMS

Wenn Ihr Fragen habt oder nicht weiter kommt, kontaktiert die Kursleitung.
Viele tolle Erkenntnisse...

4. Pacemaker - Ein Modellvergleich aus der Praxis

AUFGABE «Modellvergleich»

1. Schaut euch den Film an. (5' Zeitbudget)
2. Danach besprecht ihr was die Kollegialen Fallberatung und die Pacemaker-Beratung gemeinsam haben und wo sich die Methoden unterscheiden.
3. Wo und wie im Alltag könnten solche Methoden nützlich sein?

Die gemeinsame Auswertung erfolgt um 14.50 Uhr auf TEAMS

Wenn Ihr Fragen habt oder nicht weiter kommt, kontaktiert die Kursleitung.
Viele tolle Erkenntnisse...

5. Kahoot Quiz

6. Personal Coaching - freiwilliger Videohinweis

BRAVO - Du hast den ÜK Tag erfolgreich beendet!